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Termin

Befreite Gesellschaft – jenseits von Kapital und Staat

Vortrag

19:00 Uhr, 29.05.2013

Ort: TUS Davenstedt, Geveker Kamp 20

(Bus 120, Davenstedter Holz)

Die Vorstellung einer menschlichen Gesellschaft, die frei ist von ökonomischer Ausbeutung und Herrschaft, erscheint zunächst als utopisches Ideal, als „wirklichkeitsfremder“ Traum. Die Marxsche Theorie trat aber mit dem Anspruch an, diese Vorstellung wissenschaftlich begründen und die Bedingungen ihrer Realisierung zweifelsfrei bestimmen zu können. Marx bezeichnete seine Theorie daher in bewusster Abgrenzung gegen den „utopischen Sozialismus“ seiner Zeit als „wissenschaftlichen Sozialismus“. Die wissenschaftliche Kritik der kapitalistischen Gesellschaft und des bürgerlichen Staates liefert ex negativo die Kriterien, anhand deren der künftige „Verein freier Menschen“, die klassenlose und herrschaftsfreie Gesellschaft, aufgebaut werden kann. Dazu bedarf es der „Revolution“ –“ wörtlich: Umwälzung –“ der bestehenden Verhältnisse. Der Vortrag leitet die Prinzipien, nach denen eine vernünftig geplante globale Ökonomie eingerichtet werden muss, aus der Kritik der kapitalistischen Produktionsweise ab. Ausgehend von dieser Zielvorstellung werden im zweiten Teil dann die Prinzipien der Übergangsgesellschaft, die den Kapitalismus überwunden hat und die weltweite Kommune aufbauen will, dargestellt. Solange die Revolution noch nicht global gelungen ist, ergeben sich aus den Gegensätzen mit dem anderswo fortexistierenden Kapitalismus notwendige Schwierigkeiten für den sozialistischen Aufbau. Über sie lässt sich u.a. aus der Geschichte der Sowjetunion einiges lernen. Deren Kritik ist hilfreich, um das Verhältnis von Prinzipien und möglichen Hindernissen des Aufbaus der befreiten Gesellschaft zu reflektieren.