Das Gesellschafts­wissenschaftliche Institut Hannover verfolgt den Zweck der wissenschaftlichen Erkenntnis gesellschaftlicher Erscheinungen und ihrer Gründe im Bewußtsein der Veränderbarkeit spezifischer gesellschaftlicher Formen. Mehr erfahren

Aktuelles

Maxi Berger (Hg.)

Erfahrung und Reflexion.
Das Subjekt in Kunst und Kunst­philosophie

erscheint im Januar 2018

Reihe: Grundlinien kritischen Denkens 1 
herausgegeben von dem Gesellschaftswissenschaftlichen Institut Hannover

Die Beschäftigung mit der Kunst ersetzt zwar keineswegs, wie oft behauptet wurde, die Theorie in der kritischen Theorie. Aber sie vermag komplementär zur theoretischen Erkenntnis das Verhältnis von Moral und Glück oder Leid zu thematisieren. Dies geschieht zum Beispiel am Modell des individuellen Scheiterns menschlicher Subjekte am Anspruch auf ein glückendes und ›richtiges‹ Leben, wie es unter modernen gesellschaftlichen Bedingungen systematisch verhindert wird. Damit eröffnet die Kunst eine Erfahrung des Individuellen und Widersprüchlichen, die theoretisch nicht greifbar ist. Diese Thematik wird im vorliegenden Band untersucht mit Bezug auf Philosophie (Maxi Berger), Literatur (Berthold Wendt), Konzeptkunst (Claudia Kalász), bildende Kunst (Martin Büchsel), Musik (Helmut Lachenmann) sowie Politik und Gesellschaft (Peter Bulthaup).

Der Band eröffnet eine Reihe von Schriften des Peter-Bulthaup-Archivs, die der interdisziplinären Erörterung von Grundbestimmungen kritischen Denkens gewidmet sind. Peter Bulthaup (1934–2004) war Schüler Adornos und Horkheimers und lehrte zuletzt in Hannover Philosophie.

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Berthold Wendt

Kleists Michael Kohlhaas

Ein Modell ästhetischer Theorie

Über den Charakter von Kleists Kohlhaas ist nach Horst Sendler alles gesagt: Er ist Rachsüchtiger, Rechtsfanatiker, Terrorist und einiges mehr. Berthold Wendt macht in seiner Untersuchung jedoch nicht den Helden zum Gegenstand der Interpretation, sondern ermittelt die Bedeutung von dessen Handeln: sowohl für das Verhältnis von Moral- und Rechtsphilosophie als auch für die Gattungspoetik. In Kleists dramaturgischer Konzeption erweist Kants Begriff des individuellen Glücks seine zentrale Stellung in der Kritik idealistischer Ästhetik, denn Gegengewalt und Kritik des Opfers des Einzelnen für das Allgemeine stehen in unaufgelöster Spannung zueinander. Diese Spannung wird im Kohlhaas in einem sich gegenseitig erzeugenden Prozess von moralisch-rechtlichem Handeln und begründetem Wechsel der poetischen Formen – von der epischen über die dramatische zur lyrischen – ausgetragen: somit als ästhetische Selbstreflexion der Möglichkeiten und Grenzen der Poesie. »Die Wendung zum Nichtidentischen bewährt sich in ihrer Durchführung« (Adorno).

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Maxi Berger

Arbeit, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung bei Hegel

Zum Wechselverhältnis von Theorie und Praxis

Akademie Verlag, Berlin, 2012, € 99,80

Verlagsinfo

Inhaltsverzeichnis

Termine

Skepsis und Enthusiasmus

Workshop mit Dr. Georgios Sagriotis (Osnabrück)

Abendvortrag von Dr. Giovanni di Stefano (Münster)

am 4./5. November 2017 in Münster

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Schriften

Publikationen, die im Umkreis des GI entstanden sind.
Einige zum Teil bisher unveröffentlichte Texte halten wir zum Download bereit.

Zu unseren Publikationen

Bulthaup-Nachlass

Seit 2004 betreut das GI den wissenschaftlichen Nachlass von Peter Bulthaup.

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