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Termin

Elemente der Postmoderne und eines kritischen Subjektbegriffs

Workshop mit Carolyn Iselt und Simon Helling am 25./26.7.2019 in Berlin.

Die Kritik an Missständen der modernen Gesellschaft scheint nicht ohne die Rezeption der neueren Theoretiker auszukommen, die gelegentlich unter dem Namen des Poststrukturalismus oder der Postmoderne zusammengefasst werden. Unverkennbar ist deren kritischer Impuls, prangern sie doch die Zuweisung von Geschlechterstereotypen (Judith Butler) oder die innerliche Übernahme von äußeren Machtzwängen (Michel Foucault) an. Ihre Kritik richten sie aber vor allem gegen die Instanz, die traditionell als Bedingung der Möglichkeit von Kritik vorausgesetzt wurde: allgemeine Subjektivität verstanden als Selbstbestimmung. Dieses Subjekt wird als Grund für die zu kritisierenden Strukturen verstanden und daher abgeschafft. Zu fragen wäre, ob der kritische Impuls, der diese Theorien motiviert und sie insbesondere für viele Linke attraktiv macht, durch die Dekonstruktion des Subjekts der Kritik nicht in Affirmation umschlägt.

Im Workshop wollen wir verschiedene Positionen der sogenannten Postmoderne kennenlernen, wobei besonders die jeweiligen Subjektkonzeptionen beleuchtet werden sollen. Gemeinsam sollen im close-reading-Verfahren kurze Textausschnitte von Theoretikern wie Judith Butler, Michel Foucault und Jacques Derrida gelesen und diskutiert werden. Dem wollen wir die Positionen der klassischen deutschen Philosophie gegenüberstellen und anhand ihrer gemeinsamen Lektüre und Diskussion klären, 1. wie Subjektivität dort gedacht wurde, 2. welche Probleme in deren Subjektkonzeptionen tatsächlich vorhanden sind, 3. ob die Kritik der Postmoderne diese Probleme trifft.

Termine

Donnerstag, der 25.7.2019, 11–18 Uhr
Freitag, der 26.7.2019, 11–18 Uhr

Die Veranstaltung findet im Hauptgebäude der TU Berlin (Raum H 3012) statt.

Anmeldung

Damit im Vorhinein die besprochenen Texte an die Teilnehmer verschickt werden können, bitten wir um Anmeldung per Mail bei

Carolyn Iselt

oder

Simon Helling.