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Termin

Hörkunst. Vom Neuen Hörspiel über die Akustische Kunst zur Klangkunst

Blockveranstaltung:

Freitag, 16.12.2011, 18-20 Uhr und Samstag, 17.12.2011, 11-18 Uhr

Veranstaltungsort: GI

Um ANMELDUNG unter der genannten E-Mailadresse wird dringend gebeten!

Die bewegte Geschichte der Hörkunst zeigt sich auch an der Vielzahl von unterschiedlichen Benennungen und den jeweils damit verbundenen Versuchen, sie begrifflich zu fassen. Wenn heutzutage gerade das Uneinortenbare als gemeinsames Merkmal der Hörkunst hervorgehoben wird, so zeigt sich einmal mehr in der Kunstgeschichte, die Unsicherheit von Kritiker_innen und Hörer_innen, wenn sie sich den Kunstwerken gegenüber sehen. Als Beweis für die Qualität eines Werkes dient manchen von ihnen der ökonomische Erfolg entsprechend populärer Werke und deren multimediale Mehrfach-Verwertung. Andere haben (von vermeintlich philosophischer Seite kommend) die Frage nach der Kunst und der Wahrheit der Werke noch vor jedem durch die Werke irritiertem Ohr für überholt erklärt. Trotz dieser die Kunst weit hinter sich lassenden Positionen des Kunstbetriebes wird immer noch Hörkunst gestaltet, die auf ihre zugrundeliegenden Produktionsbedingungen in Form von Ästhetik, Technik, Raum und Institutionen (wie z.B. dem Radio) reflektiert. Sie rangiert vielleicht nicht auf den höchsten Plätzen der Verkaufscharts und wird z.B. im Radio eher zu nachtschlafender Zeit gesendet, aber sie verrät bei genauem Hinhören den Geist, der in ihr steckt. Wir wollen in diesem Seminar anhand einiger exemplarischer Werke die Ohren für die Hörkunst öffnen, die Traditionslinien bis heute beleuchten und andererseits aktuelle Hörkunst erklingen lassen. Statt vorgefertigter Auslegungen wird es neben der geschichtlichen Darstellung um die gemeinsame Interpretation gehen. Vorkenntnisse sind weder nötig, noch schädlich.

Um Anmeldung wird dringend gebeten!